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Breaking the Silence I - Ausstellung im Tieranatomischen Theater
Part of the series "The Dead as far as [...] can remember"

Zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs und der deutschen Kolonialherrschaft in Afrika.

Der europäische Kolonialismus hatten nicht nur auf die kolonisierten Gesellschaften, sondern auch auf die hiesigen Denk- und Gesellschaftsstrukturen weitreichende Auswirkungen. Bis heute prägt Kolonialrassismus das Zusammenleben der Menschen weltweit. Dennoch und gerade deshalb findet die Geschichte des Kolonialismus und des Kolonialrassismus in Europa und den Amerikas wenig Beachtung: Nicht gern spricht der Westen über die Zeit seiner gewalttätigen Expansion, über Versklavungshandel und Genozid - schon gar nicht mit den Nachfahren der Kolonisierten selbst.

Das Projekt will dazu beitragen, diese Lücke zu füllen und stellt dabei die Perspektiven Kolonisierter und ihrer Nachfahren in den Mittelpunkt. Berlin Postkolonial hat die Ausstellung "Breaking the Silence I - Der Zorn des Mdachi bin Sharifu" erarbeitet, die vom 9.11.2018 bis zum 19.01.2019 im Tieranatomischen Theater (TaT) in Berlin Phillipstraße 12/13 in 10115 Berlin zu sehen sein war:

 
Mdachi bin Sharifu (Sammlung S. Noack)

Im Spätsommer 1919, kurz nach Deutschlands endgültigem Verlust seiner Kolonien, tritt ein junger Ostafrikaner namens Mdachi bin Sharifu in mehreren Städten als Redner über »Unsere koloniale Vergangenheit« auf. In Berlin, Erfurt und Hamburg ist es das erste Mal, dass ein Schwarzer diesbezüglich das Wort ergreift. Doch nicht allein deshalb rufen seine Auftritte im ‚weißen‘ Publikum heftige Reaktionen hervor. Nach der regierungsseitigen Unterdrückung einer Petition der afro-deutschen Community um Martin Dibobe aus Kamerun geht Sharifu nun sowohl mit dem deutschen Kolonialregime als auch mit dem anhaltenden Kolonialrassismus in Deutschland öffentlich ins Gericht.
Ausgehend von ausgewählten Fotografien aus der Sammlung des Plantagenbesitzers Karl Vieweg, welche die Botschaft Tansanias dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat, hinterfragt der Raum von Berlin Postkolonial den langlebigen Mythos von der Loyalität der Kolonisierten zum deutschen Kaiserreich.

14 Januar 2019, Centre Francais de Berlin

 
The International conference took place on 14th, 15th October 2017 at the Centre Français de Berlin. It included participants from Togo, Namibia, France, Australia, Tanzania, Cameroon, Canada, Japan...

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(Photo: J. Nguherimo)

The congress brought together, in solidarity and common purpose, people of African and non-African descent in Berlin, Germany, on 14th to 16th October 2016, with numerous descendants of the victims of the Ovaherero and Nama genocides 1904- 1908 from all over the world to reflect on Ovaherero and Nama anticolonial resistance, the genocides of 1904-08, their long-term impact and the ongoing struggle for restorative justice for the Ovaherero and Nama genocides.

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